Der Brunnen auf einen Blick

Das Bohrloch

Auf 55m Tiefe hängt die Solarpumpe in dem 122m tiefen Bohrloch, die bei voller Sonneneinstrahlung rund 15.000 Liter pro Stunde in die Wasserbehälter pumpen kann. IMG-20160430-WA0001

Die Solaranlage

24 Solarmodule mit je 195 Wp stellen die benötigte Energie bereit, um das Wasser aus der Tiefe in die Behälter zu pumpen.IMG-20160429-WA0003

Das Zisternenhaus

Auf dem Zisternenhaus befinden sich 4 Wasserbehälter, von denen jeder 10.000 Liter fasst. So können Schwankungen der Förderleistung an bewölkten Tagen ausgeglichen werden. Jeder Tank kann separat von dem Verteilungssystem entkoppelt werden, sodass bei Reinigung  oder möglichen Defekten der Betrieb nicht stillstehen muss. Ein Schwimmer signalisiert der Pumpe wenn die Tanks voll sind, sodass weder Wasser überläuft. Die Pumpe beginnt automatisch wieder Wasser zu fördern, wenn sich der Wasserspiegel in den Tanks absenkt.

Im inneren des Zisternenhauses befindet sich ein Raum für die elektronischen Komponenten wie den Pumpcontroller, der den Betrieb der Pumpe reguliert. Die restlichen Räume werden als Lager und Aufenthaltsraum für den Nachtwächter genutzt.

Die Wasserausgabestellen

An insgesamt 12 Wasserausgabestellen kann das Wasser letztendlich verteilt werden. Lange Schläuche mit Kugelhähnen am Ende ermöglichen das Befüllen von Kanistern direkt auf dem Rücken von Eseln auf Eselskarren. Die große Anzahl der Zapfstellen und die beschriebene Befülltechnik verhindern lange Wartezeiten, die sich oft an Trinkwasserbrunnen bilden.

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Das Pförtnerhaus

Am Eingang des Grundstücks befindet sich das Pförtnerhaus, an dem die Nutzer des Brunnens für die Anzahl der leeren Kanister bezahlen, die sie befüllen möchten. Der Preis für das Wasser wurde von der Gemeinde selbst festgelegt und ist für jeden bezahlbar. Zum Vergleich: Der Preis für eine Banane auf den umliegenden Märkten entspricht dem Preis von 100 Liter Wasser. Unter den knapp 3.500 Einwohnern Jellos befinden sichzur Zeit 4 Familien, die bislang für den Kauf von Lebensmitteln auf Unterstützung von der restlichen Gemeinde angewiesen sind. Dieses funktionierende Sozialsystem gilt auch für den Kauf von sauberem Trinkwasser.

Die so generierten Einnahmen ermöglichen die Bezahlung des Nachtwächters und Wasserverkäufers und ermöglichen das Bilden von Rücklagen für Reparaturen. So kann der Betrieb des Brunnen selbständig und unabhängig bleiben. Dieses System wird von unserer Partnerorganisation SMART begleitet und überwacht, die dieses Prinzip bereits an 5 anderen Brunnenstandorten erfolgreich betreibt.

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