Entscheressalen – Wir werden fertig!

Entscheressalen – Wir werden fertig!
Diese Worte – auf Ahmarisch, Hadiyainya Englisch oder Deutsch – hörte man in der letzten Woche oft auf der Baustelle. Wärend die Arbeiten am Zisternenhaus über Wochen nur wenig sichtbare Fortschritt zeigten – war die vergangene Woche verwöhnt von sichtbaren Zwischenzielen.

Seit wir die Bauarbeiten an der Deckenplatte abgeschlossen haben, jagt ein Milestone den nächsten. Innerhalb einer Woche konnten wir die Solaraufständerung fertigstellen sowie die Solarmodule endgültig darauf montieren, die Pumpenaufhängung durch ein Stahlseil ersetzen, alle Tanks auf dem Dach unseres Hauses positionieren und mit der Verrohrung und dem Wasserverteilsystem beginnen. Nach den mühseligen Betonierarbeiten haben uns diese wichtigen Zwischenziele sehr gut getan.

Am Mittwoch hieß es leider dann doch schon Abschiednehmen, Max, Lukas, Jan, Sebastian und Niels machten sich auf den Weg zurück nach Deutschland und verließen Jello gemeinsam mit Felix, der in Hawassa noch einige Einkaufe für das Wasserverteilungssystem tätigen musste.
Unsere Reise ging nach der mittlerweile schon gewohnten Kutschfart genauso abendteurlich weiter, da monsunartige Regenfälle die Asphaltstrasse Richtung Hawassa unter Wasser gesetzt hatten, und der ganze Verkehr sich durch die schlammigen Feldwege zwingen musste.
Das Ausmass der Regenfälle wurde am Folgetag erst richtig klar, als ich (Felix) meine Rückreise nach Jello abbrechen musste, da eine Brücke eingestürzt war und der Bus keine andere Wahl hatten als zurück nach Hawassa zu fahren. Anstatt der 2 Stunden Fahrt erwartete mich nun eine Tagesreise an deren Ende ich dann letztlich doch gut in Bonosha an. Das für Samstag geplante Meeting mit den SMART Mitarbeitern konnten wir in einer Kurzfassung bei einem Sonntagsfrühstück in Bonosha halten und die wichtigsten Sachen besprechen. Die offizielle Einweihung des Jello Adancho Water Projects soll am Donnerstag den 26.05. stattfinden. Bis dahin werde ich gemeinsam mit dem Construction Manager und den mittlerweile gut geschulten Tagelöhner alle notwendigen Bauarbeiten fertigstellen, die für die Wasserverteilung notwendig sind. Kleinere Arbeiten, wie zum Beispiel den Anstrich des Zisternenhauses, die nicht für den Betrieb essenziell sind können anschliessend fertig gestellt werden. Es is dringend notwendig die provisorische Wasserausgabe durch das geplante System abzulösen, da die Warteschlangen teilweise bis in die Nacht andauern .
Amelie Herzog, ein weiteres Mitglied unserer Projektgruppe wird sich in ein paar Tagen auf ihren Weg nach Äthiopien machen. Sie wird ein sechswöchiges Praktikum bei SMART machen und in dieser Zeit auch das Jello Adancho Water Project und somit die letzten Feinarbeiten unserer Arbeit mitbetreuen.


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